Geschichte der Kirche Zwickgabel

Die Kirche wurde 1931 in Eigenleistung von den Gemeindemitgliedern in Zwickgabel erbaut. Vorausgegangen war der Wunsch von Kirchengemeindemitgliedern eine ortsnahe Gelegenheit zu bekommen, um am Sonntag Gottesdienst zu feiern. Der weite Weg nach Schwarzenberg, den man zu Fuß zurücklegen musste, war wenig motivierend für einen Gottesdienstbesuch. Außerdem war die Entscheidung für den Kirchenbau eine bewusste Reaktion der evangelischen Kirchengemeinde auf das starke Wachstum der neuapostolischen Gemeinde in Mittellangenbach. Die Kirche wurde von der Bevölkerung in einem Zeitraum von nur drei Monaten (14.09.1931 Beginn der Bauarbeiten—20.12.1931 Einweihung, dazwischen am 03.10.1931 war Richtfest) durchgeführt.

Bzgl. der Bezahlung der Kirche sind folgende Angaben aus den Kirchenprotokollen auffindbar:

08.09.1935 Gemäß dem Beschluss des Kirchengemeinderats vom 23.10.1932 wird der Aufwand für die Kirche in Zwickgabel aus dem dort anfallenden Opfer bestritten. Das Opfer entspricht etwa dem Aufwand. Für die Schuldentilgung (120 M Jahresrate) wird seit 1930 im Nebenort Schönmünz eine Ortskirchensteuer von 100 % der Landeskirchensteuer erhoben. Der Betrag der Ortskirchensteuer entsprach zunächst etwa dem Betrag der Jahresrate.
26.05.1946 Die Kirchbauschuld Zwickgabel wird restlos zurückbezahlt.

1981 wurde das altersschwache Harmonium durch eine neue und wohlklingende elektronische Orgel ersetzt. An der Altarseite scheint das Licht durch das von Ernst Graeser gemalte Christusbild. Verschiedene Renovierungsarbeiten wurden meist durch Eigenleistungen der Kirchengemeindemitglieder durchgeführt. Die familiäre Atmosphäre lädt die Besucher zu einem innigen Gottesdienstbesuch ein.