Schönmünz

Die Geschichte der Schönmünz ist sehr eng mit dem massiven Holzeinschlag in der Mitte des 18. Jahrhunderts verbunden. Die Calwer Holländer-Holzkompanie holte bis nach Tirol Waldarbeiter herbei, die um 1760 die ersten festen Wohnhäuser im Schönmünztal bauten.

Bis zum großen Waldbrand 1800 nahm die Bevölkerung zu. Die Waldarbeiter gründeten die kleinen Weiler Vorder- , Mittel- und Hinterlangenbach, Leimiß, Volzenhäuser, Tauchert und Zwickgabel.

Diese Weiler wurden zur Bezeichnung Schönmünz zusammengefasst. Anfänglich erfolgte die Verwaltung der Schönmünz von Baiersbronn aus. Heute gehört die Schönmünz zur Ortschaft Schwarzenberg-Schönmünzach. Kirchlich wurden die Schönmünzer, soweit sie evangelisch waren, vom Pfarramt Baiersbronn verwaltet.

Da der weite Kirchweg nicht zum Kirchenbesuch nach Baiersbronn motivierte, gingen die Schönmünzer sporadisch nach Schwarzenberg in die Kirche. Ein langes Tauziehen zwischen Schwarzenberg und Baiersbronn um die Schönmünzer setzte ein. 1808 ordnete ein Konsistorialerlass die Schönmünz der Kirchengemeinde Schwarzenberg zu.

Anfang und Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden im Schönmünztal Schankwirtschaften. Schon 1839 wurde in Zwickgabel ein Schulhaus gebaut. Der Schulbetrieb in Schönmünz wurde bis Ende der 60-er Jahre betrieben. Seither besuchen die Schulkinder die Grundschule Schönmünzach bzw. die weiterführenden Schulen in Baiersbronn.